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Nikolaus Herbert

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Eins muss man den Schweizern lassen: Museum, das können sie richtig gut. Dies gilt auch für das im St. Galler Stadtpark gelegene Historische und Völkerkundemuseum. Parken kann man im wenige Gehminuten entfernten Cityparking "Burggraben" oder "Brühltor".

Neben den hervorragend kuratierten Dauerausstellungen gibt es mehrere Sonderausstellungen. Zum Zeitpunkt meines Besuchs waren dies "Nomaden auf Zeit" über eine Familie aus dem Stamm der Ait Atta in Marokko, "Mazandaran-Kelims", die Nebelspalter-Karikaturisten Fritz und René Gilsi, sowie "Vom Jugendstil zum Bauhaus". Es macht Freude, die Vielfalt dieses schön präsentierten Hauses zu erkunden. So sind beispielsweise mehrere historische St. Galler Bürgerzimmer und ein Frisiersalon in die Dauerausstellungen integriert. Unter den Ausstellungsvitrinen bieten Schubladen Zusatzinformationen und weitere Exponate.

Das Haus ist ausgesprochen familienfreundlich. Im Dachgeschoss gibt es für Kinder viel zu entdecken. Aber auch in den anderen Räumen finden sich immer wieder halb versteckte Details, die nur für Kids auf Augenhöhe sind. Die Beschreibungen der Ausstellungsstücke sind hervorragend, darüber hinaus gibt es zahlreiche Interaktionsmöglichkeiten für Groß und Klein.

Das Corona-Schutzkonzept ist vorbildlich umgesetzt. Es sind insbesondere die erwachsenen Museumsbesucher, die an diesem, eher schwach besuchten, Tag große Schwierigkeiten mit dem Mindestabstand haben. Das Museumscafé ist aktuell eher ein heller Aufenthaltsraum mit Kaffeeautomat und Flaschengetränken aus dem Kühlschrank. Für den Besuch des HMSG sollte man 1,5 bis zwei Stunden einplanen.